Dienstag, 11. Februar 2014

Timelapse für Neugierige: Teil 1 So fängst du einfach an!


Timelapse oder auf Deutsch Zeitraffer ist eine erstaunliche Fototechnik bei der mit Hilfe von meist hunderten Fotos ein Video erstellt wird. Dabei bleibt der Bildausschnitt meist statisch und zeigt Bewegungen die langfristig andauern und die so für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Klassische Beispiele sind Wolken, Sonnenuntergänge oder der sich bewegende Sternenhimmel.
In letzter Zeit ist diese Technik immer populärer geworden und ich möchte dir das Thema in diesem Post näher bringen!

Geniesse mehr Sonnenuntergänge und lass die Kamera für dich arbeiten!

Zu allererst das wichtigste: ES IST NICHT SCHWER! Also keine Angst vor dem Anfang. Was du braucht sind folgende Gegenstände:

  • Eine Digitale Kamera die ein Intervall-Aufnahme Programm bietet (z.B. in Nikons D7000/7100/5200)
  • Ein Stativ (nicht zwingend)


Eventuell brauchst du noch zum glücklich werden:

  • Eine Speicherkarte mit viel Platz (bei RAW Aufnahmen ab 16GB)
  • Eine Ersatzbatterie
  • Komfort bei Aufnahmen draußen: Eine Thermoskanne Tee, Schokolade, was zum lesen, Musik hören, eine Sitzunterlage, warme Kleidung

So und nun kann es losgehen! Du schnappst dir deine Kamera und raus in die Wildnis. Die zweite wichtige Entscheidung ist: Was wird sich dynamisch in näherer Zukunft verändern? Sind es die Wolken hinter eurem Fenster? Oder der Sternenhimmel im Garten über dem Haus?
Wenn du eine ungefähre Idee davon hast ist es ratsam den Bildausschnitt zu Kompositionieren, denn dieser wird allererst nicht mehr veränderbar sein!
Letztlich musst du den Intervallaufnahme Befehl deiner Kamera einstellen. Am besten du denkst über die Dynamik nach und entscheidest an ihrer Charakteristik welche Verschlusszeit und Abstände die Aufnahmen haben sollen.
Belichtung: Wird das Motiv – zum Beispiel Sonnenuntergang – dunkler? Will ich lieber am Anfang eine Überbelichtung aber dafür am „Ende“ ein gut belichtetes Finale? Für schnelle Wolken würde ich 2 Sekunden Abstand empfehlen. Langsame Wolken 5 Sekunden. Langzeitbelichtungen von Sternen sollten nicht länger als 5 Sekunden belichtet werden, da sonst die Sterne keine Punkte sondern Linien werden – also Crank up that ISO! Die Abstände sollten grade wegen der langen Belichtungszeit kurz gehalten werden.


Das wichtigste: Probier es aus!


Hier noch ein Beispiel eines Timelapse dass ich von landenden Fallschirmspringern gemacht habe:


Skydive Deluxe Timelapse von Max Heimann.

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